Zeugen der Vergangenheit
Auf Schritt und Tritt begegnen Sie den Zeugnissen unserer Vorfahren. Rohrdächer, die malerische Kirche sowie historische Backsteinbauten erzählen eindrucksvoll Kulturgeschichte.
Im Inneren der schlichten Kirche steht das Modellschiff "Fregatte von Dierhagen 1799". Es wird berichtet, dass sich um 1811 hiesige Seeleute im nahen Wald versteckt hielten, um der Zwangsrekrutierung durch die Franzosen zu entgehen. Als Dank für die Hilfe seitens der Dorfbewohner stifteten die Seeleute dieses Schiffsmodell.
Im 19. Jahrhundert war Dändorf ein Seefahrerort. Geprägt von Kapitäns- und Fischerhäusern galt es zeitweise als wohlhabendstes Dorf in Mecklenburg. Der Ort profitierte von den langjährigen Salztransporten.
Am Strandübergang 12 sehen Sie ein Gebäude mit originellem Aufsatz, auch "Kaffeemühle" genannt. Von diesen nur für Dierhagen typischen, aufgesetzten Turmzimmern hat man den Seeblick, während sich das eigentliche Gebäude flach hinter der Düne duckt.
Der vom 13. zum 14. November 1930 bei starkem Nordweststurm gestrandete finnländische Dreimastschoner "Janne" konnte trotz damaliger großer Bemühungen der Bergungsgesellschaften nicht wieder flott gemacht werden. Bei Flachwasser kann man vom Strande aus noch die letzten Überreste des Wracks erspähen.
Darauf findet man ein seltenes Denkmal der mecklenburgischen Vermessungsgeschichte: einen "Friedrich-Franz-Stein", als Kürzel eingemeißelt: F. F.. Mehrere Großherzöge von Mecklenburg trugen den Namen Friedrich-Franz. Der Stein wurde zwischen 1896 und 1897 dort gesetzt und diente als Nr. 363 der Dreiecksvermessung (Triangulation) II. Ordnung. Die Kirchturmspitze im Dorf ist der nächste historische Vermessungspunkt. Im Land sind nur noch wenige dieser F. F. - Steine erhalten. Sie finden ihn, wenn Sie sich auf dem Radweg von Dierhagen Strand nach Neuhaus bewegen, seeseitig im Dünenwald.